Oberschenkelstraffung

Erschlaffte Oberschenkel können neben körperlichen Beschwerden, wie z. B. durch Reibung entstehende Ekzeme an der Haut der Oberschenkelinnenseiten, auch zum Auftreten seelischer Probleme führen. Die betroffenen Frauen wagen es oft nicht, sich im Sommer im Badeanzug zu zeigen oder haben Hemmungen, sich vor ihrem Partner auszuziehen. Eine Straffungsoperation ist dann indiziert, wenn eine Fettabsaugung aufgrund des bestehenden Hautüberschusses keinen Erfolg verspricht.

Was passiert bei der Operation?

Grundsätzlich wird bei der Oberschenkelstraffung an der Innenseite der Beine der Haut- und Fettgewebsüberschuss entfernt. Die dabei notwendigen Schnitte werden so geführt, dass die unvermeidbare Narbenbildung möglichst unauffällig bleibt. In Abhängigkeit von dem zu entfernenden Gewebe und der notwendigen Straffung kann die verbleibende Narbe in der Leiste und/oder Gesäßfalte versteckt werden oder muss auf die Oberschenkelinnenseite gelegt werden. Zusätzlich kann die ästhetische Körperkontur bei dem Eingriff durch gezielte Fettabsaugung angrenzender Bereiche verbessert werden.

14 Tage vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure, häufig eingesetzter Wirkstoff gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen, (z. B. in Aspirin) enthalten. Die blutverdünnende Wirkung verzögert die Blutgerinnung und kann Nachblutungen verursachen. Des Weiteren bitten wir Sie, zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen, auf einen Nikotinkonsum zu verzichten.
Wir empfehlen Ihnen, für die Zeit nach der Operation ungefähr 7–10 arbeitsfreie Tage einzuplanen, da Sie in der ersten Zeit nach dem Eingriff in Ihrer körperlichen Beweglichkeit eingeschränkt sind und aktiv die Wundheilung unterstützen können.

Der Eingriff wird in der Regel stationär in Vollnarkose durchgeführt. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Dabei haben Sie auch Gelegenheit, die Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen. Je nach Eingriff ist mit einem Klinikaufenthalt von 3–5 Tagen zu rechnen.

Nachbehandlung

Nach der Operation wird eine spezielle Kompressionshose angelegt, die für die Dauer von 6–8 Wochen getragen werden sollte. Dies dient dem Zweck, das Unterhautfettgewebe zusammenzudrücken, damit sich im abgesaugten Areal keine Flüssigkeit ansammelt und somit ein gleichmäßiges Ergebnis der Fettabsaugung gewährleistet ist. Bewegung im Sinne eines kleinen Spaziergangs ist nach der Operation sehr wichtig, da nur so die Tumeszenzlösung ablaufen kann. Eine zu starke körperliche Belastung sollten Sie jedoch vermeiden. Nach 2–4 Wochen sind in der Regel alle Blutergüsse und Schwellungen zurückgegangen. Das endgültige postoperative Ergebnis können Sie nach 3–6 Monaten erwarten, da bis zu diesem Zeitpunkt noch Straffungseffekte in Ihrem Gewebe stattfinden.
Die Schmerzen nach der Operation sind meist schwach und mit einem starken Muskelkater vergleichbar.

Was sind die Risiken / Komplikationen?

Aufgrund der mechanischen Reibung der Sonden während der Fettabsaugung können Überempfindlichkeit oder Taubheitsgefühl im behandelten Bereich auftreten, die sich jedoch ohne eine spezielle Therapie von selbst zurückbilden. Die andere Komplikationen sind Durchblutungs-, Wundheilungs- und Sensibilitätsstörungen, Störungen des Lymphabflusses, Asymmetrien, Dellenbildung, Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich (Serome), Thrombose, Embolie und störende Narben. Die Thrombose- und Emboliegefahr wird durch eine frühe Mobilisation nach der Operation sowie die Gabe von Heparin minimiert.

Das Aufklärungsgespräch

Auf die näheren Umstände, die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Behandlung, auf andere in Betracht kommende Behandlungsmöglichkeiten, sowie auf Vor- und Begleiterkrankungen, die das Behandlungsrisiko erhöhen, gehen wir im Aufklärungsgespräch ein.

Wir zählen die Risiken hier nicht im Einzelfall auf, weil wir meinen, dass sie für Ihre Entscheidung nicht von bestimmender Bedeutung sind.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Straffungsoperation in der Regel nicht, da es sich meist um eine rein ästhetische Optimierung des Aussehens handelt. In Einzelfällen, etwa bei einer offensichtlichen körperlichen Beeinträchtigung durch die Haut/Fettpolster, übernimmt die Versicherung die Kosten. Dies ist jedoch selten.

Bitte fragen Sie uns nach allem, was Ihnen wichtig erscheint.

Wir beraten Sie gerne!