Gesichtsstraffung/Facelift

Das jugendliche Gesicht erfährt im Laufe des Lebens drastische Veränderungen. Anfangs entstehen durch die Gesichtsmuskulatur dynamische Fältchen. Durch Nachlassen der Elastizität des Bindegewebes kommt es zu einer Hauterschlaffung und zu einem Herabrutschen des Fettkörpers von den Jochbögen, es entstehen statische Falten. Diese Veränderungen führen zu einem müden, abgespannten Gesichtsausdruck.
Die Alterung des Gesichtes ist genetisch bedingt, aber auch von Umwelteinflüssen (Sonnenexposition, Solarium, Nikotin, …) abhängig.

Wenn ihr gefühltes Alter dem ihres Gesichtes nicht mehr entspricht, können moderne ästhetisch-plastische Verfahren die Attraktivität und Frische eines Gesichtes wieder herstellen.

Gesichtsstraffung ohne Operation

Gibt es das überhaupt? In gewissem Sinne schon.
Bei beginnender Faltenbildung des Gesichtes, kann je nach Faltentyp durch eine Behandlung mit Botox oder durch eine Volumenauffüllung ein Straffungseffekt erzielt werden.

Methoden der Gesichtsstraffung

Das typische Standard-Facelift gibt es nicht. Je nachdem, welche Veränderungen Sie wünschen, wird das operative Vorgehen individuell angepasst. Um das Behandlungskonzept an die Ausgangssituation und Ihre Wünsche anpassen zu können, stehen uns verschiedene hochentwickelte Verfahren zur Verfügung. Wenn Sie sich bereits anderweitig informiert haben, werden Sie durch die Vielzahl der unterschiedlichen Methoden und deren Bezeichnungen vielleicht etwas verwirrt sein.

Im Grunde genommen gibt es im Gesicht einige zu straffende Strukturen:

Gut zu wissen:
Dauer der OP:  2 bis 4 Stunden
Klinikaufenthalt: 2 bis 5 Tage
Gesellschaftsfähig: nach 14 bis 20 Tagen
Sport: nach 4 Wochen
Anästhesieart: Vollnarkose

Die verschiedenen Bezeichnungen ergeben sich aus Operationstechniken und Kombinationen der zu straffenden Strukturen. Die späteren Narben werden bei diesen Verfahren in den Haaren oder in natürlichen Falten versteckt.

Ziel der Operationsverfahren ist es, durch Korrektur der überschüssigen Haut und Straffung und Reposition der darunter liegenden Gewebsschichten eine deutliche Verbesserung der Gesichtskonturen und dadurch ein erholtes, jüngeres Aussehen zu erreichen. Die Haltbarkeit der Straffungsoperation ist von ihrem Gewebe und individueller Veranlagung abhängig. Die natürliche Alterung lässt sich nicht aufhalten, nur um ein paar Jahre zurückversetzen.

Welche Vorgehensweise bei Ihnen persönlich ein sehr gutes Ergebnis verspricht, wird in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt. Zu jedem Gespräch können Sie gerne Ihren Partner oder eine vertraute Person mitbringen.

Vor der Operation

Um das Risiko von Wundheilungsstörungen zu vermeiden, sollten Sie als Raucher mindestens 4 Wochen vor Ihrem Termin das Rauchen einstellen.
Setzen Sie 14 Tage vor dem Operationstermin nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt blutverdünnende Medikamente ab und nehmen Sie keine Schmerzmittel mit ASS ein (Aspirin, Spalt, ...).

Kommen Sie bitte ungeschminkt zur Operation, wir müssen die Haut desinfizieren.
Cremen Sie sich bitte am Operationstag nicht ein, da wir die Schnittführung einzeichnen müssen.

Kommen Sie bitte mit gewaschenen Haaren ohne Spray, Festiger oder Gel zur Operation.

Nachbehandlung

Die gute und sorgfältige Nachbehandlung ist für den Fortschritt des Heilungsverlaufes und das letztendliche Ergebnis von zentraler Bedeutung. Nach der Operation wird Ihre Haut gespannt und geschwollen sein. Die stärksten Schwellungen treten 1 bis 2 Tage nach dem Eingriff auf und können das Aussehen Ihres Gesichts vorübergehend stark verändern. Auch kleinere Blutergüsse im Bereich der Wangen und unter dem Kinn sowie ein leichtes Taubheitsgefühl im gesamten Gesichtsbereich sind völlig normal und in der Regel rasch rückläufig. Damit Schwellungen auf ein Minimum reduziert werden, erfolgt unmittelbar nach der Operation die Kühlung der Augen- und Wangenregion. Die Schwellungen bilden sich innerhalb der folgenden 2 bis 3 Wochen wieder zurück.

Nach Entfernung der Wunddrainagen können die Haare gewaschen werden. In den ersten Tagen sollten Sie sich schonen und Ruhe gönnen. Am besten lassen Sie den Kopf etwas hochgelagert und halten ihn ruhig und gerade. Sprechen Sie so wenig wie möglich. Die Fäden können in der Regel nach 7 bis 10 Tagen entfernt werden.

Risiken/Komplikationen der Operation

Da es sich bei der Faceliftoperation um einen kosmetischen, also medizinisch nicht notwendigen Wahleingriff handelt, müssen Risken der Operation auf ein Minimum reduziert werden. Dazu brauchen wir Ihre Mitarbeit.

Teilen Sie uns in den Vorgesprächen mit, welche Medikamente Sie einnehmen und ob Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck) bestehen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben Sie anhaltende Blutungen nach kleinen Verletzungen, müssen Blutgerinnungsstörungen vor der Operation ausgeschlossen werde. Keine Operation ist ohne Risiko, aber Komplikationen wie eine Blutergussbildung im Gesicht sollte möglichst klein gehalten werden. Infektionen, Durchblutungsstörungen der Hautränder (Rauchen) mit Wundheilungsstörungen können zu breiter unschöner Narbenbildung führen. Bei entsprechender Veranlagung kann es auch zu einer Wulstnarbenbildung (Keloid) kommen. Eventuell ist in solchen Fällen eine spätere Narbenkorrektur notwendig.
Eine Nervenverletzung mit bleibender Schädigung der Gesichtsmuskulatur ist extrem selten. Läsionen kleinerer Haut und Muskeläste erholen sich in der Regel nach 3 bis 6 Monaten.