Eigenfettbehandlung (Lipofilling)

Für meinen Körper mein eigenes Gewebe.

Die Eigenfettimplantation ist geeignet

  • zum Auffüllen von Falten
  • zum Aufspritzen der Lippen
  • zum Modellieren von Wange und Jochbeinregion
  • zur Brustvergrößerung
  • zur Handverjüngung
  • zur Unterfütterung eingezogener Narben oder Dellen

Fast jeder hat an irgendeiner Stelle seines Körpers etwas Fettgewebe übrig. Die Unterspritzung mit Eigenfett ist insofern vorteilhaft, da in der Regel keine Abstoßungs- und Fremdkörperreaktion und Allergien auftreten.

 

Was passiert bei der Operation?

Zunächst werden durch eine sanfte Fettabsaugung an gewünschter Stelle die Fettzellen gewonnen. Dabei muss besonders gewebeschonend gearbeitet werden, damit die Fettzellen beim Absaugen nicht platzen. Anschließend wird die abgesaugte Flüssigkeit aufbereitet, das heißt, das Fettgewebe von der Spüllösung getrennt. Über Minischnitte werden die Fettzellen dann an die gewünschte Stelle verpflanzt. Dort integrieren sie sich in das umgebende Gewebe und werden in die Blutversorgung eingebunden. Das ist auch der Grund, warum nur eine begrenzte Menge Fettgewebe in mehren Schichten übereinander gelegt eingebracht werden kann. Wird ein größeres Fettdepot eingespritzt erreichen die Blutgefäße die Fettzellen in der Mitte nicht mehr. Diese Fettzellen sterben ab.

Die Behandlung mit Eigenfett erfolgt in örtlicher Betäubung, Dämmerschlafnarkose oder Vollnarkose.

Nach der Operation

Nach der Behandlung wird ein spezieller, stabilisierender Tape-Verband angelegt, um die Behandlungsregion ruhigzustellen.

Der Verband wird je nach Bedarf zwischen dem 1. und 2. Tag nach der Operation entfernt. Nach der Operation ist die Behandlungsregion noch geschwollen, die Haut ist verfärbt und empfindlich. Also erschrecken Sie nicht! Sie sollten sich in den ersten Tagen nach der Operation möglichst viel Ruhe gönnen, um die Schwellung zu reduzieren. Das endgültige Aussehen zeigt sich erst nach einigen Monaten. Die Fäden werden nach 7 Tagen entfernt.

Auch nach der OP werden wir Sie natürlich gerne bei der Narbenpflege unterstützen, um das Ergebnis zu optimieren. Die Hautnarben nach einer Fettabsaugung verblassen in aller Regel im Laufe der Zeit. Mit der Narbenpflege durch geeignete rückfettende, parfümfreie Salben und Cremes kann ab der dritten Woche nach der Operation begonnen werden. Eine Sonnenexposition der Narbe ist in den ersten 12 Monaten zu vermeiden, bzw. nur unter adäquatem UV- Schutz (Faktor 50+) angezeigt.

Sie sollten etwa 1 Woche Urlaub einplanen und bestimmte Aktivitäten für etwa 4 bis 6 Wochen einschränken. Dazu gehören z.B. Gesichtbehandlungen, Peelings, Vermeiden von schwerer, körperlicher Arbeit, Verzicht auf Sport sowie Dampfbad und Sauna für die ersten 6 Wochen und Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss. Des Weiteren bitten wir Sie, zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen auf das Rauchen zu verzichten.

Das Eigenfett kann sich über Jahrzehnte halten, wenn man das Lipofilling in atraumatischer Technik durchführt und die richtige Menge einspritzen lässt. Da jedoch ein Teil des eingespritzten Fettgewebes vom Körper aufgelöst wird, ist in der Regel eine Nachkorrektur mit nochmaligem Einspritzen von Eigenfett notwendig, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen, das dann auch dauerhaft anhält. Nach einer Behandlung bleiben lediglich etwa 30 bis 40% Eigenfett. Das Verfahren muss deshalb evtl. wiederholt werden, um eine ausreichende Polsterung und Füllung zu erreichen.

Was sind die Risiken / Komplikationen?

Wie bei jedem operativen Eingriff sind auch bei Einhaltung allergrößter Sorgfalt Komplikationen möglich. Neben allgemeinen Komplikationen wie Blutergussbildung, Schwellung, Durchblutungs-, Wundheilungs- und Sensibilitätsstörungen, können auch Asymmetrien, Unterkorrektur (wenn ein Teil des Fettes wieder abgebaut wird), Infektion und Ölcysten (abgekapseltes, nicht eingeheiltes, verflüssigtes Fett) auftreten. Bei Anwendung an den Unterlidern ist das Risiko hoch, dass sich das Fett durch die dünne Haut abzeichnet.

Das Aufklärungsgespräch

Auf die näheren Umstände, die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Behandlung, auf andere in Betracht kommende Behandlungsmöglichkeiten, sowie auf Vor- und Begleiterkrankungen, die das Behandlungsrisiko erhöhen, gehen wir im Aufklärungsgespräch ein.

Wir zählen die Risiken hier nicht im Einzelfall auf, weil wir meinen, dass sie für Ihre Entscheidung nicht von bestimmender Bedeutung sind.

Bitte fragen Sie uns nach allem, was Ihnen wichtig erscheint.

Wir beraten Sie gerne!