Brustvergrößerung/Augmentation

Die Brust ist das Symbol der Weiblichkeit. Eine wohlgeformte Brust hat einen großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl einer Frau.

Es gibt verschiedene Gründe, über eine Brustvergrößerung nachzudenken.
Zum einen gibt es angeborene Ungleichheiten oder Fehlbildungen (Tubuläre Brust), die den Gedanken an eine Korrektur aufkommen lassen, zum anderen auch die zu kleine Brust, die, um  mit dem übrigen Körper zu harmonisieren, vergrößert werden soll. Einer Korrektur kann aber auch einfach der Wunsch zugrunde liegen, die Brust als Ausdruck der Weiblichkeit zu betonen. Auch nach einer Schwangerschaft oder Gewichtsreduktion mit Volumenverlust der Brust besteht oftmals das Bestreben, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen zu lassen.
In der Regel ist die Brustvergrößerung ein rein ästhetischer Eingriff, der nicht von den
Krankenkassen übernommen wird. Nur bei angeborenen Fehlbildungen kommt die Krankenkasse in manchen Fällen für eine Korrekturoperation auf.

Wir beraten Sie gerne.

Welche Möglichkeiten der Brustvergrößerung gibt es?

1. Brustimplantate

Die operative Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten ist eine gute Möglichkeit, eine als zu klein und somit als unschön empfundene weibliche Brust dem Körperbild anzupassen.
Das Ziel des Eingriffs sind natürlich wirkende, volle Brüste, die zu einem harmonischen Körperbild beitragen – und nicht „unnatürlich“ aussehende Brüste.

Die Entscheidung für ein Brustimplantat erfolgt fast immer aus ästhetischen Gründen und ist generell keine Frage des Alters; das Körperwachstum sollte jedoch abgeschlossen sein.
Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, die Schnitte zur Brustvergrößerung anzulegen. In der natürlichen Hautfalte unter der Brust, am Rand der Brustwarze oder auch in der Achselhöhle. Durch diese Öffnung schaffen wir einen Hohlraum, in den wir das Brustimplantat einsetzen. Dieser Hohlraum wird entweder direkt hinter dem Drüsengewebe der Brust, also auf dem Brustmuskel, oder zwischen dem Brustmuskel und den Rippen geschaffen. Es stehen unterschiedliche Implantatgrößen und Formen zur Auswahl. Es gibt anatomische (tropfenförmige) und runde Implantate in unterschiedlichen Größen. Ausgehend von Ihren persönlichen Vorstellungen und Ihren körperlichen Gegebenheiten werden Sie gemeinsam mit Ihrem Operateur die Lage von Schnitt und Implantat sowie die gewünschte Implantatgröße bestimmen.

Sofern keine Kapselverhärtung entsteht, können Sie mit einer vollen Brustform rechnen. Das Implantat fühlt sich in der Regel weich und natürlich an, selten sind seine Abgrenzungen sichtbar, insbesondere wenn die Gewebsverhältnisse sehr dünn erscheinen. Die Ergebnisse halten, je nach persönlicher Veranlagung, viele Jahre – aber nicht ewig. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft werden die Form der Brust im Laufe der Jahre wieder verändern. In diesem Fall können Sie durch einen Implantatwechsel oder eine Bruststraffung das Aussehen Ihrer Brüste wieder verjüngen.

2. Eigenfett

Neben Implantaten kann zur ästhetischen Brustvergrößerung auch körpereigenes Fettgewebe verwendet werden.

Wenn eine Brustvergrößerung mit Silikon nicht infrage kommt, eignet sich eine Brustvergrößerung mit Eigenfett vor allem für Frauen, die nur eine dezente Vergrößerung wünschen und schon etwas eigenes Fettgewebe in der Brust haben. So können die eingebrachten Fettzellen besser in das vorhandene Fettgewebe einwachsen und das Risiko eines Absterbens der Fettzellen wird reduziert.

Für die Brustvergrößerung mit Eigenfett wird zunächst an Körperarealen mit ausreichend Fettpolstern Fett abgesaugt. Nach einer speziellen Aufbereitung werden diese Fettzellen in den Brustmuskel und das Fettgewebe über der Brust eingebracht. Da nicht alle Fettzellen in der Brust anwachsen, muss man nach einer Brustvergrößerung mit Eigenfett mit einem Rückgang des ursprünglich eingebrachten Volumens rechnen. Der Verlust kann 1/3 betragen, manchmal sogar deutlich mehr. Da man bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett nicht exakt voraussagen kann, wie viel Fett anwachsen wird, ist eine exakte Einschätzung des zu erzielenden Ergebnisses schwierig.

  • Weitere Informationen

    Eine Brustvergrösserung kann das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl positiv beeinflussen. Persönliche oder psychische Probleme lassen sich jedoch nicht durch Operationen lösen.

    Vor der Operation bitten wir Sie, abhängig von Ihrem Alter, eine Ultraschalluntersuchung der Brust (bei sehr jungen Patientinnen) und eine Mammographie ab 35. Lebensjahr zum Ausschluss von Knoten in den Brüsten anfertigen zu lassen und den entsprechenden Befund zum Beratungsgespräch mitzubringen.

    Sie sollten gerade vor einem geplanten operativen Eingriff möglichst in optimaler gesundheitlicher Verfassung sein. Raucher sollten mindestens 6 Wochen vor der Operation ihren Nikotinkonsum stark einschränken, um das Risiko von Wundheilungsstörungen zu verringern. Alkohol und Schlafmittel sind zu vermeiden. Falls Sie Medikamente einnehmen, insbesondere Aspirin oder Cortison und andere entzündungshemmende Medikamente, welche die Blutgerinnung beeinträchtigen, besprechen Sie die Einnahme im Detail mit Ihrem Operateur. Außerdem sollten Sie mindestens 14 Tage vor dem Eingriff kein Aspirin oder aspirinhaltige  Medikamente einnehmen.

Was passiert bei der Operation?

Die Brustvergrößerung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Vor der Operation wird die Brust exakt ausgemessen und der Schnittverlauf auf der Haut skizziert.
In Narkose wird der Operateur das Implantat so einsetzen, wie Sie es mit ihm besprochen haben. Durch einen kleinstmöglichen Schnitt wird in viel Feinarbeit der erforderliche Hohlraum geschaffen. Da die Lage und Größe dieses Hohlraums für das anschließende Ergebnis entscheidend sind, kommt es hier in hohem Maße auf die Kunst und Erfahrung des Operateurs an. In den Hohlraum wird dann zunächst ein Probeimplantat eingesetzt. In der Regel werden Sie danach aufgesetzt, um die Lage und Form der neuen Brust zu kontrollieren. Erst wenn wir ganz sicher sind, die richtige Form und Größe gefunden zu haben, wird das endgültige Implantat eingesetzt. Die Wunde wird mit feinsten Fäden intrakutan verschlossen.

Durch eine Brustvergrößerung lässt sich der Alterungsprozess der Haut nicht aufhalten.
Dennoch können Sie davon ausgehen, dass der Erfolg einer Brustvergrößerung über Jahre anhält, so lange Sie nicht starke Gewichtsschwankungen durchmachen oder erneut schwanger werden. Sollte sich im Laufe der Jahre Ihre Brustform erneut verändern und der Hautmantel im Zuge des Alterungsprozess erneut erschlaffen, kann nochmals über die gleichen Hautnarben eine Brustvergrößerung bzw. Bruststraffung durchgeführt werden.

Nach der Operation

Nach der Operation werden Sie einen Verband und einen Spezial-BH tragen.
Wurden während der Operation Drainagen eingelegt, werden diese schrittweise, in Abhängigkeit der Menge an Wundsekret in der Regel nach 1 bis 2 Tagen entfernt.
Der Verband wird je nach Bedarf zwischen dem 1. und 5. Tag nach der Operation entfernt. Nach der Operation ist die Brust noch geschwollen, die Haut ist verfärbt und empfindlich. Also erschrecken Sie nicht! Sie sollten sich in den ersten Tagen möglichst viel Ruhe gönnen, um die Schwellung zu reduzieren. Das endgültige Aussehen zeigt sich erst nach einigen Monaten, da die Brust der Schwerkraft folgend wieder absinkt. Durch Schwellungszustände kann es vorkommen, dass eine Brust längere Zeit größer als die andere ist. Nach 12 Wochen haben sich in der Regel beide Brüste angeglichen. Wir empfehlen, so lange einen speziellen BH  zu tragen, bis Ihre Brust vollständig abgeschwollen ist. Das kann einige Wochen dauern. Die Fäden werden normalerweise nach 14 Tagen entfernt.

Auch nach der OP werden wir Sie natürlich gerne bei der Narbenpflege unterstützen, um das Ergebnis zu optimieren. Wundheilung ist ein langsamer und in Stufen ablaufender Prozess. Nach einigen Monaten wird die Narbe blasser und weicher. Sie müssen jedoch wissen, dass die Narben nach einer Bruststraffung immer sichtbar bleiben werden. Bei einigen Patientinnen kann bei unschöner Narbenbildung eine operative Narbenkorrektur notwendig werden. Mit der Narbenpflege durch geeignete rückfettende, parfümfreie Salben und Cremes kann ab der dritten Woche nach der Operation begonnen werden. Eine Sonnenexposition der Narbe ist in den ersten 12 Monaten zu vermeiden, nur unter adäquatem UV- Schutz (Faktor 50+).

Sie sollten etwa 1 Woche Urlaub einplanen und körperliche Aktivitäten für etwa 4 bis 6 Wochen einschränken. Dazu gehört z.B. das Vermeiden von schwerer, körperlicher Arbeit, Verzicht auf Sport sowie Dampfbad und Sauna für die ersten 6 Wochen und Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss. Des Weiteren bitten wir Sie, zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen auf das Rauchen zu verzichten.

Nach einigen Jahren kann sich das Operationsergebnis durch Gewichtsschwankungen oder den natürlichen Alterungsprozess wieder verändert haben. Eine Nachstraffung oder erneute Vergrößerung ist dann wieder möglich.

Was sind die Risiken/Komplikationen?

Grundsätzlich entsteht um das Implantat eine Kapsel aus Bindegewebe, die der Körper als Abgrenzung zum Implantat bildet. Diese Kapsel ist normalerweise dünn und elastisch. In manchen Fällen bildet der Organismus jedoch eine dicke Kapsel um das Implantat, welche schrumpfen und das Implantat verformen kann und zu Schmerzen führt. Dies ist die sogenannte Kapselfibrose. Die Häufigkeit für das Auftreten einer Kapselfibrose wird nach neusten Studien wegen der erheblichen Verbesserung der Implantatoberflächen mit unter 5% angegeben. Beim Vorliegen einer Kapselfibrose muss die Kapsel chirurgisch entfernt und das Implantat gewechselt werden.

Die Implantathersteller geben generell an, dass Implantate eine lebenslange Haltbarkeit haben. Gemäß den Angaben der Deutschen Gesellschaft für Senologie liegt die ungefähre „Lebensdauer“ von Implantaten bei 15 bis 20 Jahren.

Wie bei jedem operativen Eingriff sind auch bei Einhaltung allergrößter Sorgfalt Komplikationen möglich. Exemplarisch seien hier die Möglichkeit einer Blutung bzw. Nachblutung genannt, des Weiteren Durchblutungs-, Wundheilungs- und Sensibilitätsstörungen insbesondere der Brustwarze, Stillunfähigkeit, Asymmetrien, Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich (Serome), Thrombose, Embolie und störende Narben. Die Thrombose- und Emboliegefahr wird durch eine frühe Mobilisation nach der Operation sowie die Gabe von Heparin minimiert. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Direkt nach der Operation kann es in seltenen Fällen zu einer Nachblutung kommen. Dann muss unter Umständen der Hautschnitt der betroffenen Brust noch einmal geöffnet werden, um die Blutungsquelle aufzusuchen und diese zu veröden.
In seltenen Fällen kommt es nach einer Brustvergrößerung zu asymmetrisch positionierten Brustwarzen, oder auch zu einem vollständigen Verlust des Gefühls an den Brustwarzen. Bei der Entstehung unschöner Narben nach einer Wundheilungsstörung kann im Einzelfall eine operative Narbenkorrektur notwendig werden.

Wir zählen die Risiken hier nicht im Einzelfall auf, weil wir meinen, dass sie für Ihre Entscheidung nicht von bestimmender Bedeutung sind.

Auf Vor- und Begleiterkrankungen, die das Behandlungsrisiko erhöhen, gehen wir im Aufklärungsgespräch ein.

Bitte fragen Sie uns nach allem, was Ihnen wichtig erscheint.

Wir beraten Sie gerne!