Mastopexie/Bruststraffung

Die Brustentwicklung ist anlagebedingt vorgegeben und kann nicht weiter beeinflusst werden.

Die wohlgeformte und straffe Brust steht für die Jugend des Körpers.
Nach Schwangerschaften, nach dem Abstillen oder nach Gewichtsschwankungen kann es zu einem Volumenverlust der Brust kommen. Auch der ganz natürliche Alterungsprozess führt zu einer Schwächung des Bindegewebes und einem allmählichen Elastizitätsverlust der Haut. Dadurch verliert die weibliche Brust Ihre ursprüngliche Form und beginnt durchzuhängen, was das ästhetische Erscheinungsbild der Brust negativ bestimmt. Für viele Frauen kann ein hängender, schlaffer Busen zu einer erheblichen psychischen Belastung werden. Eine Bruststraffung durchbricht diesen Prozess und steigert durch das positive neue Körpergefühl die Lebensqualität.

Eine Bruststraffung – auch Mastopexie genannt – ist eine operative Korrektur, um eine abgesunkene Brust zumindest für eine gewisse Zeit zu heben und neu zu formen. Patientinnen, die im Allgemeinen mit der Größe Ihrer Brüste zufrieden sind, können durch eine regelrechte Positionierung der Brustdrüse und eine Hautstraffung um den Drüsenkörper eine straff geformte Brust mit einer jugendlicheren Gesamterscheinung erreichen.

Eine ästhetische Straffung gibt Ihren Brüsten eine natürliche Form und jugendliche Festigkeit.

Was sind die Therapiemöglichkeiten?

Welches Verfahren für Sie persönlich optimal ist, werden wir gerne mit Ihnen im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches festlegen. Die häufigste Methode um eine Bruststraffung durchzuführen, beinhaltet drei Hautschnitte. Ein Hautschnitt ist um die Brustwarze gelegt, der zweite Schnitt verläuft senkrecht vom Unterrand der Brustwarze zur Brustumschlagsfalte, und der dritte Schnitt verläuft horizontal unterhalb der Brust in der natürlich vorgegebenen Unterbrustfalte.
Bei der Planung der Hautschnitte für eine Bruststraffung gibt es Variationsmöglichkeiten. Die Größe und Form Ihrer Brust, die Größe der Brustwarze und das Ausmaß des erschlafften Hautmantels sind Faktoren, welche die Auswahl der Schnittführung festlegen.

Eine Bruststraffung kann das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl positiv beeinflussen. Persönliche oder psychische Probleme lassen sich jedoch nicht durch Operationen lösen. Bei der Bruststraffung werden die Brüste in Form und Größe Ihren Wünschen und Vorstellungen und Ihrem gesamten Erscheinungsbild angepasst. Es können prinzipiell Brüste jeglicher Größe gehoben werden, wenngleich bei einer schweren Brust das Resultat nicht so lange anhält, da der Hautmantel durch das Gewicht der Brustdrüse eher wieder gedehnt wird.

Viele Frauen wünschen nach Schwangerschaft und Stillen eine Bruststraffung, da bei Ihnen ein überdehnter Hautmantel verblieben ist und die Brust an Volumen verloren hat.
Es werden zwar sichtbare, aber sehr kleine und unauffällige Narben bei der Behandlung hinterlassen. Gegebenenfalls sollte über ergänzende oder alternative Methoden nachgedacht werden. Die Erfolgsaussichten hängen individuell von den Voraussetzungen ab, da eine Bruststraffung eventuell mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert werden muss, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Zum Beispiel geht mit einer erschlafften Brust häufig auch ein vergrößerter Brustwarzenhof einher, welcher zusammen mit der Straffung der Brust verkleinert werden kann.  Manchmal kann es bei einer Bruststraffung sinnvoll sein, die Brust durch eine gleichzeitige Vergrößerung (siehe Brustvergrößerung) wieder in die gewünschte Form zu bringen.

Vor der Operation bitten wir Sie, abhängig von Ihrem Alter, eine Ultraschalluntersuchung der Brust (bei sehr jungen Patientinnen) oder eine Mammographie zum Ausschluss von Knoten in den Brüsten anfertigen zu lassen und den entsprechenden Befund zum Beratungsgespräch mitzubringen.

Falls noch ein Kinderwunsch besteht, ist es vorteilhafter, Ihre operative Brustkorrektur aufzuschieben. Generell gibt es kein Risiko, dass eine Bruststraffung eine weitere Schwangerschaft bzw. das Stillen beeinträchtigen würde. Jedoch werden bei einer weiteren Schwangerschaft und während der Stillphase die Brustdrüse und der Hautmantel wieder so gedehnt, dass das Ergebnis einer vorherigen Bruststraffung dann hinfällig wird.

Sie sollten gerade vor einem geplanten operativen Eingriff möglichst in optimaler gesundheitlicher Verfassung sein. Schränken Sie bitte Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein. Falls Sie Medikamente einnehmen, insbesondere Aspirin oder Cortison und andere entzündungshemmende Medikamente, welche die Blutgerinnung beeinträchtigen, besprechen Sie die Einnahme im Detail mit Ihrem Operateur. Außerdem sollten Sie mindestens 14 Tage vor dem Eingriff kein Aspirin oder aspirinhaltige Medikamente einnehmen.

Was passiert bei der Operation?

Vor der Bruststraffung wird die Brust exakt ausgemessen und der Schnittverlauf auf der Haut skizziert. Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Bei größeren Straffungen wird die Operation zu Ihrer eigenen Sicherheit stationär durchgeführt, der Aufenthalt beträgt 2 bis 3 Tage, um eine postoperative Überwachung durch professionelles und erfahrenes medizinisches Personal zu gewährleisten.

Die individuelle Technik samt Schnittführung hängt von der jeweiligen Anatomie und dem Ausmaß "des Hängens" ab. Bei der Operation werden Anteile der erschlafften Haut, der Brustdrüse und des Fettgewebes entfernt. Brustwarzen und der Drüsenkörper werden nach oben versetzt und fixiert. Abschließend wird die Brustdrüse neu geformt, so dass die Brust ein straffes, wohlproportioniertes Erscheinungsbild erhält. Durch exakte Nahttechnik wird größter Wert auf möglichst unauffällige Narben gelegt. Dennoch hinterlässt eine Bruststraffung unvermeidbar Narben, die jedoch von Bikinioberteil oder BH verdeckt werden.
Durch eine Bruststraffung lässt sich der Alterungsprozess der Haut nicht aufhalten.
Dennoch können Sie davon ausgehen, dass der Erfolg einer Bruststraffung über Jahre anhält, solange Sie nicht starke Gewichtsschwankungen durchmachen oder erneut schwanger werden. Sollte sich im Laufe der Jahre Ihre Brustform erneut verändern und der Hautmantel im Zuge des Alterungsprozesses erneut erschlaffen, kann nochmals über die gleichen Hautnarben eine Bruststraffung durchgeführt werden.

Nach der Operation

Nach der Operation werden Sie einen Verband und einen Spezial-BH tragen.
Die während der Operation eingelegten Drainagen werden schrittweise, in Abhängigkeit der Menge an Wundsekret in der Regel nach 2 bis 3 Tagen entfernt.

Der Verband wird je nach Bedarf zwischen dem 1. und 5. Tag nach der Operation entfernt. Nach der Operation ist die Brust noch geschwollen, die Haut ist verfärbt und empfindlich. Also erschrecken Sie nicht! Sie sollten sich in den ersten Tagen nach der Operation möglichst viel Ruhe gönnen, um die Schwellung zu reduzieren. Das endgültige Aussehen zeigt sich erst nach einigen Monaten, da die Brust der Schwerkraft folgend wieder absinkt.  Durch Schwellungszustände kann es vorkommen, dass eine Brust längere Zeit größer als die andere ist. Nach 12 Wochen haben sich in der Regel beide Brüste angeglichen. Wir empfehlen, so lange einen speziellen BH zu tragen, bis Ihre Brust vollständig abgeschwollen ist. Dies kann einige Wochen dauern. Die Fäden werden teilweise nach 7 und komplett nach 14 Tagen entfernt.

Auch nach der OP werden wir Sie natürlich gerne bei der Narbenpflege unterstützen, um das Ergebnis zu optimieren. Wundheilung ist ein langsamer und in Stufen ablaufender Prozess. Nach einigen Monaten wird die Narbe blasser und weicher. Sie müssen jedoch wissen, dass die Narben nach einer Bruststraffung immer sichtbar bleiben werden. Bei einigen Patientinnen kann bei unschöner Narbenbildung eine operative Narbenkorrektur notwendig werden. Mit der Narbenpflege durch geeignete rückfettende, parfümfreie Salben und Cremes kann ab der dritten Woche nach der Operation begonnen werden. Eine Sonnenexposition der Narbe ist in den ersten 12 Monaten zu vermeiden, nur unter adäquatem UV- Schutz (Faktor 50+).

Sie sollten etwa 2 Wochen Urlaub einplanen und körperliche Aktivitäten für etwa 4 bis 6 Wochen einschränken. Dazu gehört z.B. das Vermeiden von schwerer, körperlicher Arbeit, Verzicht auf Sport sowie Dampfbad und Sauna für die ersten 6 Wochen und Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss. Des Weiteren bitten wir Sie, zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen auf das Rauchen zu verzichten.

Nach einigen Jahren kann sich das Operationsergebnis durch Gewichtsschwankungen oder den natürlichen Alterungsprozess wieder verändert haben. Eine Nachstraffung oder erneute Verkleinerung ist dann wieder möglich.

Was sind die Risiken/Komplikationen?

Wie bei jedem operativen Eingriff sind auch bei Einhaltung allergrößter Sorgfalt Komplikationen möglich. Exemplarisch seien hier die Möglichkeit einer Blutung bzw. Nachblutung genannt, des Weiteren Durchblutungs-, Wundheilungs- und Sensibilitätsstörungen insbesondere der Brustwarze, Stillunfähigkeit, Asymmetrien, Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich (Serome), Thrombose, Embolie und störende Narben. Die Thrombose- und Emboliegefahr wird durch eine frühe Mobilisation nach der Operation sowie die Gabe von Heparin minimiert. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Direkt nach der Operation kann es in seltenen Fällen zu einer Nachblutung kommen. Dann muss unter Umständen der Hautschnitt der betroffenen Brust noch einmal geöffnet werden, um die Blutungsquelle aufzusuchen und diese zu veröden.
In seltenen Fällen kommt es nach einer Bruststraffung zu asymmetrisch positionierten Brustwarzen, oder auch zu einem vollständigen Verlust des Gefühls an den Brustwarzen. Bei der Entstehung unschöner Narben nach einer Wundheilungsstörung kann im Einzelfall eine operative Narbenkorrektur notwendig werden.

Das Aufklärungsgespräch

Wir können Ihnen hier nur einen allgemeinen Überblick geben.
Auf die näheren Umstände, die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Behandlung, auf andere in Betracht kommende Behandlungsmöglichkeiten sowie auf Vor- und Begleiterkrankungen, die das Behandlungsrisiko erhöhen, gehen wir im Aufklärungsgespräch ein.

Wir zählen die Risiken hier nicht im Einzelfall auf, weil wir meinen, dass sie für Ihre Entscheidung nicht von bestimmender Bedeutung sind.

Bitte fragen Sie uns nach allem, was Ihnen wichtig erscheint.

Wir beraten Sie gerne!