Alkoholentgiftung

Ohne Alkohol - Weil du lernst, es zu können!

Die Abteilung Innere Medizin und Intensivmedizin des St. Agatha Krankenhauses Köln-Niehl hat langjährige Erfahrung mit der Entgiftung von Patienten bei Alkoholabhängigkeit, im Rahmen der suchtmedizinischen Grundversorgung.
Durch die Kompetenzerweiterung mit Schaffung der Abteilung für Seelische Gesundheit wurde das Behandlungsangebot erweitert und ermöglicht jetzt die Durchführung des „Qualifizierten Entzuges“, der neben der körperlichen Entgiftung auch die Phase der Änderungsbereitschaft und Motivationsfindung vertieft.
Auch die überregionale Betreuung von Patienten über die Stadtgrenzen von Köln hinaus ist möglich.

 

Behandlungsablauf

Vorgespräch
Voraussetzung für eine Entzugsbehandlung in unserem Krankenhaus ist die Einweisung in eine stationäre Behandlung und die Bereitschaft zur nachstationären suchtmedizinischen Weiterbetreuung in ambulanten oder anderen Entwöhnungseinrichtungen.
Liegen diese Voraussetzungen vor, führen wir ein Vorgespräch unter Einbeziehung eines strukturierten Fragebogens, der die Eignung für die Behandlung in unserem Haus klärt. Liegt diese vor, kann die Abstimmung eines Aufnahmetermins erfolgen.

Für die Behandlung in unserem Haus müssen vorhandene Stationsregeln und Verhaltensweisen eingehalten werden. Notfallaufnahmen erfolgen nur bei einem akuten Rückfall nach gebührender Abstinenz. Ausschlusskriterien für die Therapie sind akute Psychosen, akute Suizidalität und i.v.-Drogenabusus.

Modul - Körperlicher Alkoholentzug
Zunächst erfolgt der körperliche Entzug. Häufig werden hierfür Medikamente eingesetzt, um starke Unruhezustände zu vermeiden. Körperliche Suchtfolgen werden durch die klinischen Diagnoseverfahren (Laborparameter, Endoskopie, Ultraschall) diagnostiziert. Die gesundheitlichen Schäden werden thematisiert und deren Behandlung in die motivationsfördernde Gesprächsführung und den Therapieplan einbezogen. Der Krankenhausaufenthalt für diese Behandlung dauert in der Regel sieben Tage.

Modul - Qualifizierte Alkoholentgiftung
Bei entsprechender Vorgeschichte und Eignung des Patienten wird der Übergang aus dem Behandlungsmodul „Körperlicher Entzug“ in das Modul „Qualifizierte Entgiftung“ angeboten. Hier wird besonderer Wert auf die Erlernung von Änderungsbereitschaft und Motivationsfindung zur dauerhaften Abstinenz gelegt. Dies gelingt in therapeutischen Einzelgesprächen und in Gruppensituationen unter Mithilfe eines professionellen Teams entsprechend einem strukturierten Wochenplan. Jeder Patient erhält ein sozialmedizinisches Beratungsgespräch zur Steuerung der nachstationären Behandlungsfortsetzung (stationäre / ambulante Langzeitentwöhnung).

Bei Verdacht auf eine psychiatrische Begleiterkrankung besteht die Möglichkeit der konsiliarischen Beurteilung und Mitbehandlung durch die Abteilung für Seelische Gesundheit.

Begleitend zur stationären Behandlung trifft sich eine Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker mehrfach wöchentlich auf dem Gelände des Krankenhauses. Hierzu ist die Teilnahme verpflichtend, sobald der Patient dazu körperlich in der Lage ist.

Patienten mit Alkoholintoxikationen als Aufnahmegrund gehen nicht in das Entgiftungsprogramm ein, sondern werden nach Detoxikation am Folgetag mit dem Angebot entlassen. Sie können zu einem späteren Zeitpunkt und nach einem späteren Vorgespräch zur Akutentgiftung aufgenommen zu werden.

 

Im Falle einer Alkoholeinnahme während des stationären Aufenthaltes behalten wir uns vor von disziplinarischen Entlassungen Gebrauch zu machen.

Wenn Sie von Ihrem Arzt eine stationäre Einweisung zum Alkoholentzug erhalten haben, erfolgt die Terminvergabe zum Vorgespräch werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr durch den diensthabenden Internisten (Telefon 0221 7175-0).

 

Unser Informationsflyer zur Alkoholentgiftung steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.