Darm

 

Die Chirurgie des Darmes hat sich im letzten Jahrzehnt maßgeblich verändert: Durch den Siegeszug der minimal-invasiven Technik können heute fast alle gängigen Operationen in der sogenannten Schlüsselloch-Technik durchgeführt werden.

Im St. Agatha Krankenhaus Köln kommen mininimal-invasive Operationstechniken schon sehr lange zum Einsatz. Mit seinem Wechsel von der Berliner Charité hat Prof. Dr. Zieren diese Techniken schon vor mehr als einem Jahrzehnt für eine Reihe von Operationen eingeführt und gemeinsam mit seinem Team kontinuierlich weiterentwickelt. Daher werden alle Darmoperationen nach Möglichkeit in minimal-invasiver Technik durchgeführt. Falls das nicht möglich ist, erfolgt eine möglichst schonende offene Operation in einer vergleichbaren Technik.

 

Blinddarm 

Der häufigste Grund für eine Operation ist die Blinddarmentzündung. Eigentlich entzündet sich nicht der Blinddarm, sondern nur der Wurmfortsatz (Appendix).

Im St. Agatha Krankenhaus Köln werden solche Operationen bevorzugt in minimal-invasiver Technik mit kaum sichtbaren Narben durchgeführt. Das gilt auch für Notoperationen außerhalb der Regelarbeitszeit an Wochenenden oder in der Nacht. Aus diesem Grunde liegt die Rate an Appendektomien, die komplett in endoskopischer Technik durchgeführt wurden, bei über 90%. Bei glattem Verlauf können die Patienten bereits wenige Tage nach der Operation wieder entlassen werden.

 

Dickdarm  

Dickdarmerkrankungen gehören zu den häufigen Erkrankungen. Die meisten Dickdarmoperationen werden wegen einer Divertikulitis oder einem Tumor durchgeführt.

 

Divertikulitis

Divertikel sind kleine und an sich harmlose Ausstülpungen der Darmwand, die sich im Laufe des Lebens bei vielen Menschen bilden. In diesen Ausstülpungen können sich Stuhlbestandteile festsetzen und zu einer Entzündung führen (Divertikulitis). Das Spektrum reicht von der schleichenden und kaum wahrnehmbaren Entzündung bis hin zum lebensbedrohlichen Darmdurchbruch.
Bei mehrfach wiederkehrenden und schweren Entzündungen ist in der Regel eine Operation unvermeidbar. Dann wird der entzündete Darmabschnitt entfernt und die Passage durch eine Naht oder Klammerung der verbliebenen Darmenden wieder hergestellt. Ein zeitweiser künstlicher Darmausgang wird heute nur noch sehr selten und dann auch nur bei schweren Bauchfellentzündungen oder den sehr seltenen Fehlheilungen einer Darmnaht angelegt.

Im St. Agatha Krankenhaus Köln erfolgen Divertikulitisoperationen nach Möglichkeit in endoskopischer Technik. Heutzutage dürfen die Patienten bereits unmittelbar nach der Operation wieder trinken und essen, sich frei bewegen und bei günstigem Verlauf bereits wenige Tage nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen (Fast-track-Rehabilitation).

 

Tumoren des Dick- und Mastdarmes

Sie gehören zu den häufigsten Krebsen überhaupt. Die radikale und zugleich möglichst schonende Operation ist der wichtigste Schlüssel zur Heilung. Von den chirurgischen Fachgesellschaften wurden standardisierte Behandlungs- und Operationsrichtlinien festgelegt.

Im St. Agatha Krankenhaus Köln erfolgen alle Tumoroperationen nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und der Deutschen Krebsgesellschaft. Das gesamte Behandlungskonzept einschließlich eventuell erforderlicher weiterer Maßnahmen wie Strahlen- oder Chemotherapie erfolgt in Zusammenarbeit mit den anderen Spezialisten des Darmzentrum Köln, in dem Herr Prof. Zieren Gründungsmitglied ist. Er hat eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen zu Darmkrebs durchgeführt und publiziert.

 

Dünndarm

Im Vergleich zum Dickdarm sind chirurgische Eingriffe am Dünndarm viel seltener. Relativ häufig werden symptomatische Verwachsungen im Bauchraum gelöst (Adhäsiolyse). Dabei handelt sich fast immer um gutartige, jedoch ausgesprochen lästige Verwachsungen, die den Dünndarm betreffen und die bei den Patienten Beschwerden wie Krämpfe und Schmerzen verursachen.

Die Lösung störender Verwachsungen erfolgt im St. Agatha Krankenhaus Köln nach Möglichkeit laparoskopisch ohne erneuten Leibschnitt (laparoskopische Adhäsiolyse).