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St. Agatha Krankenhaus
Feldgärtenstraße 97
50735 Köln

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Alkoholentgiftung

Ohne Alkohol - Weil du lernst, es zu können!

Das St. Agatha Krankenhauses Köln-Niehl besitzt eine langjährige Erfahrung bei der Entgiftung von Patient*innen bei Alkoholabhängigkeit im Rahmen der suchtmedizinischen Grundversorgung.

Durch die Kompetenzerweiterung bzw. Etablierung der Abteilung für Seelische Gesundheit wurde das Behandlungsangebot erweitert. Es ermöglicht jetzt die Durchführung des „Qualifizierten Entzuges“, der neben der körperlichen Entgiftung auch die Phase der Änderungsbereitschaft und Motivationsfindung vertieft. Während des gesamten Krankenhausaufenthaltes werden die Patient*innen von einem multiprofessionellen und interdisziplinären Team, bestehend aus Ärzt*innen, Pflegefachkräfte, Therapeut*innen, Psycholog*innen und Sozialdienstmitarbeiter*innen, betreut. 

Auch die überregionale Betreuung von Patient*innen über die Stadtgrenzen von Köln hinaus ist möglich.

Behandlungsablauf

Vorgespräch
Voraussetzung für eine geplante stationäre Behandlung in unserem Krankenhaus ist eine ärztliche stationäre Einweisung zum Alkoholentzug. Die Terminvergabe zu einem Vorgespräch erfolgt telefonisch durch das Sekretariat der Abteilung für seelische Gesundheit werktags von 9 bis 16 Uhr. Kontaktdaten finden Sie hier.

Im Vorgespräch klären wir die Eignung für eine Entgiftung in unserem Hause oder empfehlen eine alternative suchttherapeutische Behandlung. Abschließend wird nach Möglichkeit ein Aufnahmetermin vereinbart. Für die Behandlung in unserem Haus müssen vorhandene Stationsregeln und Verhaltensweisen eingehalten werden. Notfallaufnahmen erfolgen nur bei einem akuten Rückfall nach gebührender Abstinenz. Ausschlusskriterien für die Therapie sind akute Psychosen, akute Suizidalität und i.v.-Drogenabusus (Drogenmissbrauch).

Modul I: Körperliche Entgiftung

Zunächst erfolgt die körperliche Entgiftung in Kooperation mit der Abteilung für Innere Medizin und Intensivmedizin. Häufig werden hierfür Medikamente eingesetzt, um psychovegetative Entzugssymptome und mögliche Komplikationen, wie ein Delir (akute Verwirrtheit) oder einen Entzugskrampfanfall zu vermeiden. Zudem werden körperliche Suchtfolgen diagnostiziert, behandelt und in die weitere Therapiemotivation einbezogen.

Modul II: Qualifizierter Entzug

Im Qualifizierten Entzug wird besonderer Wert auf die Entwicklung von Änderungsbereitschaft und Motivationsfindung zur dauerhaften Abstinenz gelegt. Dies gelingt durch einen strukturierten Wochenplan, der therapeutische Einzelgespräche sowie Gruppenangebote beinhaltet. Darüber hinaus erhält jeder Patient ein sozialdienstliches Beratungsgespräch zur Steuerung der nachstationären Behandlungsfortsetzung (stationäre/ ambulante Langzeitentwöhnung).

Bei Begleit- oder Folgeerkrankungen besteht die Möglichkeit der Mitbehandlung durch die Abteilung Innere Medizin im Hause.

Begleitend zur stationären Behandlung trifft sich eine Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker mehrfach wöchentlich auf dem Gelände des Krankenhauses. Hierzu ist die Teilnahme verpflichtend, sobald der Patient dazu körperlich in der Lage ist.

Der gesamte Krankenhausaufenthalt dauert insgesamt ca. 3 Wochen.

Wenn Sie von Ihrem Arzt eine stationäre Einweisung zum Alkoholentzug erhalten haben, erfolgt die Terminvergabe zum Vorgespräch werktags von 9.00 bis 16.00 Uhr über das Sekretariat der Abteilung für Seelische Gesundheit.

Unser Informationsflyer zur Alkoholentgiftung steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.